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Start Crozon / Bretagne

25.9.-16.10.2010: Küstenfliegen in der Bretagne

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25.9.-16.10.2010: Küstenfliegen in der Bretagne
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Wer kann, sollte als alpiner Modellsegelflugpilot auch mal die Seiten wechseln und ans Meer fliegen gehn. Ging die Reise das letzte Jahr an die Düne von Pyla bei Arcachon, war das Ziel dieses Jahr die Bretagne, genauer gesagt die Halbinsel Crozon. Unser Haus lag in Rostudel - in kleiner Weiler mit ein paar uralten bretonischen Häusern am äussersten Ende vom südlichen Finger der Halbinsel, welche einen Steinwurf von Brest entfernt liegt.
Mit von der Partie waren Michaels Familie, Karin mit Schwanzwedler Sorro und meine Wenigkeit.

 

Den frischen Atlantikwind um die Ohren, die letzten warmen Sonnenstrahlen der untergehende Sonne im Gesicht spüren und mit dem Segler entspannt der Hangkante entlang cruisen, ja das ist einfach mal was anderes. Solche Momente sind einmalig und haben in der Gegend von Ginster, mannhohen Farnen und Menhiren schon fast etwas Mystisches an sich. Muss man(n) selbst erlebt haben.
 
Der Nordwestzipfel Frankreichs ist bekannt für seine rauhe Gegend, hohe Klippen und viel Wind. Rund um das Ferienhaus lagen uns Küstenabschnitte bis zu 80-90m Höhe zu Füssen, immer Wind und Fliegen wann und so oft man wollte. Zudem gabs etwas Regen, noch viel mehr Sonne und Strände mit perfekten Wellen zum Surfen.
Eine Mischung, welche uns drei Wochen Entspannung und Erholung pur bescherte. Kurzes Fazit: es war einfach toll. Cool


Endlich da!
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Grosser Garten
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Um 3Uhr morgens abgefahren und endlich kurz vor 20Uhr angekommen.
Rund 1300km fordern ihren Tribut. Erstmal das Haus begutachten, dann Abendessen bei Kerzenlicht (nix Strom, hehe) und Spaghettisauce mit frischem Baguette und einem Gläschen Rotwein geniessen.

 Der Garten ist so gross, dass wir am ersten Tag sogar erste Flugversuche mit Easyglider und Hype-Fox starten. An gewissen Tagen hätte ich sogar mit dem Thermik XXL starten und landen können.
Sorro gefällts
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Cottage Mez Gwenn Rostudel
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Tja so ein grosser Garten gefällt natürlich auch unserem Cocker.
Hier kann er seinen Spieltrieb voll ausleben und dank dem dichten Bewuchs rund ums Haus kommt er auch nicht auf dumme Gedanken.

Unser Ferienhaus: traumhaft gelegenes Natursteinhaus aus dem Jahr 1750.
Häuser zum Mieten gibts in der Bretagne wie Sand am Meer, aber wenige (wenn überhaupt) haben diese Toplage für Modellsegelflieger. Für praktisch alle Windrichtungen (ausser NNO) kann man einen geeigneten Hang in max. 1km Entfernung erreichen.

Paarlaufen
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Wenn der Vater mit dem Sohne
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Beim Fliegen an der Küste waren wir immer alleine. Ausser ab und zu gesellten sich mal ein paar Möven zu uns. Egal ob kleiner oder grosser Segler in der Luft waren, wo wir flogen, flogen kurze Zeit später auch Möven mit.

Während meine Mädels mit dem Modellfliegen nix am Hut haben (irgendwie verständlich...), isses bei Michael andersrum. Seine beiden Jungs flogen fleissig mit und uns auch schon mal um die Nase rum.

auch Regen gabs auf Crozon
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Pointe de Penhir
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Ja, ja, in der Bretagne kann es auch mal regnen. In der ersten Woche hat es soviel geregnet, dass es dann locker für den Rest der Ferien gereicht hat.
Danach gabs viel Sonne und immer genügend Wind. Cool

Die Felsen sind dermassen schroff, dass dort Alpinisten das Bergsteigen üben. An diesem Tag war aber ausser mir keiner am Pointe. Bei Regen und Windstärke 5 auch kein Wunder. Im Hintergrund sieht man die Les Tas de Pois, die Erbseninseln.

Nur die Ruhe ist die Quelle jeder grossen Kraft
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Angelprofis
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Hier tankt Michael wahrscheinlich wieder Kraft für die nächste Bodyboard-Surfaction.
Nebst Küstenfliegen und Bodyboarden war unser (oder eher doch nur Michis...) drittes Steckenpferd das Angeln.

Na ja, diese drei Herren dürften dann doch mehr Glück beim Angeln gehabt haben als wir. Da halfen uns auch spezielle Köderfischchen oder grauslige Köderwürmer, welche sicher auch schon mal für einen Horrorfilm Pate standen, nichts.

Homard à la Röbeli
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Kaminfleisch
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Wer in die Bretagne reist, der sollte sich in der Küche auch der Früchte des Atlantik bedienen. Und so gabs dann nebst Knurrhahn, Scholle, Rotbarbe, Austern und Moules auch Hummer. Da sich diese "zierlichen" Tiere momentan fast explosionsartig vermehren, ist sogar der Bretonische Hummer preislich erschwinglich worden (25-30€/kg).

Unser Haus hatte einen riesigen Kamin im Wohnzimmer, welchen wir praktisch jeden Abend einfeuerten. Selbstredend, dass wir diesen auch als Grill verwendet haben. So gabs dann ab und zu auch mal ein Portiönchen Fleisch, hehe...Lachen
Standard war so um 1000g rum, mal mehr, mal noch mehr...Zunge rausstrecken

Plage de la Palue
welle
Hier gehts zum Video...
Kite and Surf
kite
Da einer der besten Wellenreitspots Europas praktisch direkt vor unserer Haustüre lag, gings natürlich auch ein paar Mal ins Wasser zum Bodyboarden. Wellen mit 3m Höhe waren keine Seltenheit.
Hier ein kurzes Video, welches ich auf dem Brettchen gedreht habe, wobei an diesem Tag so gut wie tote Hose war...
Nebst Wellenreiter gabs auch den einen oder anderen Kite- oder Windsurfer.
Wobei an diesem Strand eindeutig die Surfer dominierten.
VXE das erste mal an der Küste
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Laufe lasse...
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Thermik XXL
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Helmi-Kameramänn
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GoProHD
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Einfach nur schön.
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Zum Filmen wurde die GoProHD einfach mit McGyver-Band auf die Tragfläche geklebt. Da wackelt nix und hält bombenfest.

Fliegerherz, was willst du mehr.
Konstanter Westwind, schönes und klares Herbstwetter und Sonne pur.

F3F bei 80m ü.M.
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PACE VXE
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Sonnenuntergang
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Cap de la Chèvre
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Fliegen bis die Sonne im Meer untergeht.
Dies war schon lange mein Wunsch und dieser ging hier auf Crozon in Erfüllung.
Hier übergibt Michi den Salto seinem Element. Hat schon was eigenes, über dem Meer zu fliegen. Je tiefer man flog, desto stärker wurde so ein komisches Gefühl in der Bauchgegend...
Two Red's
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Freude herrscht
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Beiss den VX
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Natürlich gings auch mal auf den Menez Hom, die wahrscheinlich höchste Erhebung in der Bretagne und Normandie zusammen. Bei Nordostwind flogen wir zusammen mit ein paar Franzosen unsere Runden. Erstaunen kam auf, als ich mit meinem CFK-VX und 2.4GHz in die Luft ging, ohne dass die Antennenstummel aussen sichtbar waren. Nach der Landung war ich dann plötzlich von Franzosen umstellt, welche unbedingt das Rumpfinnere sehen wollten. Als ich ihnen erklärte, dass das Vorderteil aus schwarz eingefärbtem GFK sei, war auch dieses Rätsel gelöst ("aah - c'est fibre glass").Grinsen So ganz nebenbei sei bemerkt, dass hier der Erstflug von meinem PACE VXH stattfand. Ohne grosses Tari Tara - einfach nur rauswerfen und fliegen. Das wars. Und wenn die Einstellungen passen, gibts auch wenig bis gar nichts zu Trimmen. Die PACE's fliegen einfach - und das auch noch hureguat.Lachen

Nun denn, wir konnten drei tolle Wochen auf der Halbinsel Crozon verleben und fliegen bis zum Abwinken. Praktisch jeden Tag Wind und ein Hang in Griffnähe. Irgendwann werde ich sicher wieder mal hier an der Kante stehen und meine Runden drehen. Und wenn keine Lust zum Fliegen da ist, dann kann man am Plage "La Palue" immer noch super auf den Wellen reiten.Cool

In diesem Sinne
breizh

Robert, 27.10.2010